Ortsmitte Ried

[PG]Nach langen und ausführlichen Beratungen, Exkursionen, Gutachten und Bürgerwerkstätten steht die Planung für den ersten Teil der neuen Rieder Ortsmitte. Die Gestaltung der Ortsmitte wurde in mehrere Abschnitte aufgeteilt um das Projekt zeitlich zu entzerren aber auch um entsprechende Fördermittel für die Einzelprojekte beantragen zu können. Im ersten Abschnitt wird die Nahversorgung realisiert. Hier wurde mit der Firma Edeka ein langjähriger Mietvertrag geschlossen, welcher es ermöglicht die Baukosten in überschaubarer Zeit wieder zu refinanzieren. Die Gemeinde Ried ist Bauherr und wird das Gebäude durch einen Generalunternehmer erstellen lassen. Es war zwischendurch auch eine Lösung über einen Investor im Gespräch, jedoch wurde schnell klar, dass in Zeiten von negativen Zinsen auf Guthaben, es sich bei dem Vorhaben um eine gute und solide Investition seitens der Gemeinde Ried handelt. Die Wirtschaftlichkeit des Nahversorgungsbertriebs wurde nochmals durch ein Gutachten bestätigt, wodurch die Bürgerinnen und Bürger langfristig von der nun getroffenen Entscheidung profitieren können. 

Bei der Gestaltung des in Planung befindlichen Gebäudes wurden die Wünsche der Bürginnen und Bürger aus den Bürgerwerkstätten größtenteils berücksichtigt. So wird neben dem Nahversorger auch ein Café mit ausreichend Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich realisiert. Die Parkplätze konnten im vorderen Bereich auf ~60 Plätze reduziert werden. Das Gebäude ist als modernes Flachdach-Objekt geplant und wird ggf. begrünt. Die Entscheidung für ein ebenerdiges Flachdachgebäude wurde von einer ausreichenden Mehrheit im Gemeinderat mitgetragen, da es sich "unauffällig" einfügt und den Blick von der Ortsmitte hin zu Kapelle ermöglicht.

In den weiteren Planungsabschnitten, die durch das Architekturbüro Oberpriller grob skizziert wurden, soll ein Dorfplatz an der derzeitigen Bushaltestelle entstehen. Auf dem Grundstück rechts vom Eisbach, welches die Gemeinde erwerben wird, sind Seniorenwohnungen und eine Arztpraxis geplant. Der Eisbach soll im hinteren Bereich aufgewertet werden.

 

Kommentar von Paul Graf:

Die Entscheidung einen Supermarkt in der Ortsmitte anzusiedeln ist für die zukünftige Entwicklung von unserer Gemeinde von großer Bedeutung. Durch den demographischen Wandel werden wir auch in Ried immer mehr Senioren haben, die eine entsprechende Nahversorgung und Dienstleistungen im Alter benötigen. Auch für die zahlreichen Familien wird der Komfort vor Ort einkaufen zu können, den Lebenswert unserer Gemeinde steigern. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Vermietung aus wirtschaftlicher Sicht für die Gemeinde eine lukrative Investition, da die Mieteinnahmen als Gemeinde nicht versteuert werden müssen und durch die langfristige Mietbindung und den direkten Vertrag mit Edeka eine größtmögliche Sicherheit gegeben ist. Im neuen Konzept für die Ortsmitte sind nahezu alle Elemente enthalten, die wir vor der Wahl gefordert haben (Nahversorgung, Café, Dorfplatz, Wohnungen, Arzt, Aufwertung des Eisbachs). Deshalb ist es meiner Ansicht nach ein großer Fortschritt gegenüber den Planungen zu Beginn, welche einen Supermarkt mit Parkplätzen vorgesehen hat. Über die Realisierung der Gebäudeform und die Ausnutzung der zentralen Fläche lässt sich streiten. Dies haben wir auch im Gemeinderat in aller Ausführlichkeit getan, weshalb der Beschluss über die Gebäudeform zahlreiche Gegenstimmen hatte. Um einen Gemeinderatskollegen zu zitieren, der dies auf etwas zynische Weise formuliert hatte "Ich weiß nicht was ihr wollt. Das Gebäude fügt sich doch ins Ortsbild ein. Die Kirche hat ein Flachdach, das Rathaus hat ein Flachdach, der Rieder Hof hat ein Flachdach, dann passt es doch wenn wir auf den Supermarkt auch ein Flachdach machen!"

Meines Erachtens haben wir durch die ebenerdige Ausführung die Chance verpasst, Platz für weitere zentrale Räumlichkeiten zu schaffen in denen man Büros, Dienstleistungsbetriebe, Archiv, nicht kommerzielle Begegnungsräume etc. unterbringen könnte und dadurch die Ortsmitte attraktiver werden lassen könnte. Abgesehen von der Dauerhaftigkeit eines Flachdachs, fügt sich das Gebäude m. E. nicht ein. In Bebauungsplänen wird den Bauwerbern vorgeschrieben, was sie im letzten Winkel des Ortes umsetzen dürfen und wir nehmen uns die Freiheit einen Fremdkörper in die Ortsmitte zu setzen? Das Argument, den Blick von der zukünftigen Ortsmitte auf die Friedhofskappelle zu erhalten bzw. zu ermöglichen kann ich nicht nachvollziehen, da bisher keine Touristenmassen die Kapelle bestaunt haben und dies vermutlich auch zuküftig nicht tun werden. Zudem wäre für die Trauernden eine abgeschlossene Gestaltung mit etwas Privatsphäre besser, als sich auf dem Palteau der Öffentlichkeit preis zu geben. Für mich persönlich enttäuschend waren vor allem die einfallslosen und halbfertigen Vorschläge der ausgewählten Architekten.

 

In einer Demokratie gehört es dazu, nie 100% zu bekommen. Das meiste läuft auf einen Kompromiss hinaus. Eine Mehrheit der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte folgte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung und hat sich für die vorliegende Planung ausgesprochen, weshalb es auch dazu gehört diese Mehrheit zu akzeptieren und nach vorne zu blicken um das Beste für unsere Gemeinde zu erreichen.

 

Ortsmitte Ried

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